Sattelgeklaut.de – Mein Pferde-Sattel wurde gestohlen, was kann ich tun?

Schutz vor dem Reitsattel Diesbstahl

Schutz vor dem Reitsattel Diesbstahl

Liebe Pferdenfreunde, seit kurzem gehört uns die Domain sattelgeklaut.de. Wir möchten den Service von Sattelgeklaut fortsetzen und planen für euch einen Ratgeber für den Schadensfall. Zusätzlich möchten wir euch zukünftig ermöglichen hier eure gestohlenen Sättel zu Posten. Bitte habt noch etwas Geduld oder meldet euch vorher schon per Mail.

Liebe Grüße

Euer Amalgo Team

Sattel gestohlen – was tun, wie schützen?

Sattel weg? Da ist der Schock erst einmal groß. Neben den geliebten Vierbeinern gehören Pferdesättel zu den wichtigsten und teuersten Ausrüstungsgegenständen im Reitsport. Doch nicht allein ihr materieller Wert macht einen guten Pferdesattel kostbar. Jeder, der einmal ein Pferd mit schwierigem Rücken hatte, weiß, wie langwierig es sein kann, einen passenden Sattel zu finden. Gut, dass sich das Diebstahlrisiko durch gezielte Maßnahmen verringern und Schaden im Falle eines Falles mit einer geeigneten Versicherung ersetzen lässt.

Schutz vor Sattelklau – Sattel sicher aufbewahren

Auch, wenn es in Reitbetrieben mit vielen Pferdebesitzern und Vereinsmitgliedern umständlich ist, nur durch aufwendige Maßnahmen lässt sich das Diebstahlrisiko verringern. Der Raum zur Sattelaufbewahrung sollte nicht frei zugänglich sein und stets verschlossen werden. Es ist wichtig, dass alles Nutzer sich daran halten, die Sattelkammer nach der Nutzung sofort wieder abzuschließen. Offene Türen laden nicht nur die Langfinger ein, sondern mindern auch den Schutz der Sattelversicherung. Hilfreich ist eine Tür, die von allein ins Schloss fällt und sich von innen per Klinke, von außen jedoch nur mit Schlüssel öffnen lässt.

In Reitvereinen und auf Anlagen mit hohem Bestand an Pensionspferden besitzen viele Personen Schlüssel für die Sattelkammern. Das können Reitbeteiligungen sein, Angestellte oder Angehörige der Pferdebesitzer. Damit diese Menge an Schlüsseln nicht zum Sicherheitsrisiko wird, sollte jeder Stalltrakt über eigene Ausrüstungsräume mit individuellem Schloss verfügen. Zudem ist es ratsam, dass die Einsteller ihren persönlichen Spind zusätzlich sichern. Um zu verhindern, dass Schlüssel an Unbefugte weitergegeben werden, lohnt es sich, kopiergeschützte Varianten anzuschaffen und zu protokollieren, an wen diese ausgegeben wurden.

Tipps gegen Einbruch in die Sattelkammer:

  • Der Raum zur Sattelaufbewahrung sollte mit stabiler Tür und gesicherten Fenstern ausgestattet sein.
  • Jeder Pferdebesitzer hat einen eigenen Sattelschrank oder Spind mit Vorhängeschloss.
  • Nur eine abgeschlossene Sattelkammer ist eine sichere Sattelkammer.
  • Ab und zu Tür- und Spindschlösser austauschen, um Schlüsselkopien, die durch Reitbeteiligungen oder Personalwechsel im Umlauf sind, für Diebe wertlos zu machen.
  • Steckdosen im Bereich der Aufbewahrungsräume sollten abschließbar sein, um es eventuellen Einbrechern zu erschweren, Elektrowerkzeuge zum Aufbrechen der Türen anzuschließen.
  • Wer unbekannte Personen auf dem Hofgelände antrifft, sollte diese immer ansprechen und auf frei zugängliche und gesperrte Bereiche hinweisen.
  • Wer einen besonders wertvollen Sattelbestand schützen möchte, lässt sich am besten bei den Beratungsstellen der Polizei sowie dem Schlüsseldienst oder Sicherheitsexperten beraten.
  • Wie andere Wertgegenstände sollte man Reitsättel nicht unbeobachtet und sichtbar im Auto aufbewahren. Auch auf dem Turnier oder Veranstaltungen immer einen Blick auf die Ausrüstung behalten und sie gegebenenfalls wegsperren.

Nicht auf dem Schaden sitzen bleiben – Sattelversicherung

Wer einen relativ neuen oder kostbaren Sattel besitzt, für den lohnt sich eine Diebstahlversicherung. Diese werden bei verschiedenen Versicherungsunternehmen für wertvolle Hobbyausrüstungen angeboten. Alle, die ihre Utensilien im eigenen Stall am Haus aufbewahren, können die Reitsportausrüstung auch in die Hausratversicherung mit aufnehmen lassen. Auskunft gibt die zuständige Versicherungsagentur. In jedem Fall wichtig zu beachten ist, dass auch ein versicherter Pferdesattel „gegen Wegnahme gesichert“ werden muss, das heißt, er wird hinter einer abgeschlossenen Tür aufbewahrt. Kommt herumliegende Ausrüstung in unbeobachteten Momenten abhanden, liegt also kein Einbruch oder Raub vor, kommen nur Versicherungen für den Schaden auf, bei denen explizit auch bei „Wegnahme“ eines Gegenstandes versichert ist. Dies lohnt sich beispielsweise für Turnierreiter oder Reitanlagen, auf den viel Besucherverkehr herrscht, ist jedoch in den Beiträgen deutlich teurer.

In Versicherungspolicen sind Höchstbeträge angegeben, bis zu welchen die Reitsportausrüstung versichert ist. Diese sollte man so hoch wählen, dass der Kaufpreis des Sattels abgedeckt ist und keine Unterversicherung zustande kommt. Um diesen Wert nachzuweisen, ist es hilfreich, Rechnungen und Belege des Kaufs aufzubewahren. Bei Privatverkäufen reicht dazu auch eine Quittung samt eines schriftlichen Kaufnachweises vom Verkäufer.

Zurück zum Besitzer – Sattel identifizieren

Häufig hat die Polizei bei ihren Ermittlungen Erfolg, Pferdesättel tauchen dann möglicherweise wieder auf. Daher ist es wichtig, Merkmale des Sattels beschreiben zu können. Noch besser zur Identifizierung geeignet sind Fotos. Viele gängige Sattelmarken statten ihre Produkte außerdem mit eingeprägten Seriennummern aus, diese sollte man abschreiben oder abfotografieren und für den Schadensfall samt Kaufbeleg bereithalten. Möglich ist es auch, den Sattel registrieren zu lassen, einen solchen Service bieten einige Verbände an, darunter der VFD. Ein Fachhändler oder Sattler prägt dazu eine Kennnummer ins Leder, in einem Sattelpass wird diese zusammen mit besonderen Merkmalen eingetragen. Zum Nachweis des ordentlichen Kaufs bekommt der Sattelbesitzer diesen Pass samt Kaufbeleg, die Daten werden zudem beim Verein zentral gespeichert. Wird ein Sattel gestohlen, kann man dies in der Datenbank eintragen lassen. Hier holen sich Gebrauchthändler, Käufer sowie die Polizei die Informationen wieder ab und können melden, wenn sie Diebesgut entdecken.

Bitte notieren – besondere Sattelmerkmale:

  • Marke
  • Modell
  • Farbe
  • Alter
  • Schäden, sichtbare Reparaturen
  • Seriennummer
  • Prägungen und Kennzeichnungen
  • Kaufbeleg

Tipp: Wer seinen Sattel gebraucht kauft, sollte sich einen Beleg vom Gebrauchthändler oder einen schriftlichen Nachweis vom Privatverkäufer geben lassen, um im Schadensfall beweisen zu können, dass einem das Stück auch gehörte.

Sattel geklaut – die ersten Schritte

Einbrüche sind für die Betroffenen immer ein Schock. Nicht nur der finanzielle Schaden belastet Brieftasche und Gemüt, sondern auch das Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit wirkt bei Diebstahlopfern nachhaltig. Wichtig ist es jetzt, einige Schritte zu befolgen, um der Polizei die Arbeit zu erleichtern und gegebenenfalls einen Ersatz von der Versicherung zu erhalten.

  • Polizei informieren. Sind die Diebe noch auf dem Gelände oder in der Nähe, einen Notruf über die 110 absetzen, ansonsten die Nummer der örtlichen Polizeiwache wählen. Auf keinen Fall versuchen, eventuelle Einbrecher zu stellen.
  • Nichts am Diebstahlort verändern. Einbruchsspuren helfen nicht nur der Polizei bei der Ermittlung der Täter, sondern sind später auch wichtige Beweise, um den Wert des Sattels bei der Versicherung erstattet zu bekommen.
  • Fotos, Kennnummern, Sattelpass oder spezielle Merkmale an die Polizei weitergeben. Falls Diebesgut entdeckt wird, kann sie so die Gegenstände den Besitzern zuordnen.
  • Sobald die Polizei den Einbruchsort wieder freigibt, hilft es, selbst Fotos zu machen und Beweise für den Einbruch aufzunehmen. Das erleichtert die Kommunikation mit der Versicherung.
  • Den Schaden der Versicherung melden, Dokumente der Polizei beilegen, um einen Einbruchsdiebstahl nachzuweisen.
  • Freunde, Bekannte und Händler darauf aufmerksam machen, dass gestohlene Ware im Umlauf ist, dubiose Kaufangebote der Polizei melden.

Nachdem die Polizei die Sattelkammer wieder zur Nutzung freigegeben hat, sollten die Sicherheitsvorkehrungen erhöht werden. Die Diebe wissen nämlich jetzt nicht nur, wie sie den Raum am besten knacken, sondern auch, dass die ehemaligen Besitzer der Sättel sehr bald für brandneuen, wertvollen Nachschub sorgen. Auf manchen Reiterhöfen kommen daher mehrere Einbrüche in kurzen Abständen vor. Dass die Täter meist genau wissen, was sie tun, erkennt man daneben daran, dass sie günstige und alte Sättel liegen lassen und gezielt nach teuren Marken suchen.

Die offene, angenehme Gestaltung von Vereinsställen und Reiterhöfen stellt für Diebe eine Einladung dar, ist aber auch wesentliches Merkmal eines Sports, der die Massen anspricht und die ganze Familie begeistert. Mit einigen Sicherheitsmaßnahmen lassen sich Risiken eingrenzen und Schäden begrenzen, ohne den Reitstall vor willkommenen Besuchern abzuschirmen.

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